Automation made in Osttirol

Die zukunftsorientierte Industrie profitiert vom Fachpersonal, das vor Ort bis zum Master of Engineering in Mechatronik ausgebildet wird.

Osttirol ist in Touristikkreisen besser als in Industriekreisen bekannt: Als Austragungsort des "Dolomitenmanns", als unberührtes Naturjuwel und Hauptgebiet des Nationalparks Hohe Tauern sowie für den Werbeslogan des Villgratentals "KOMMEN SIE ZU UNS - WIR HABEN NICHTS".

In der Industrie leuchten die renommierten Betriebe Liebherr (Kühlgeräte), Durst (Hochleistungsdrucker), Hella (Beschattungen) und Loacker (Waffeln). Dass hinter diesen LEITBETRIEBEN eine ganze Reihe von HOCH SPEZIALISIERTEN KLEINBETRIEBEN mit ausgeprägter Kompetenz in der Automatisierung von Produktionsprozessen stehen, ist weniger bekannt. Sie sind - kaum bemerkt und beachtet - im Windschatten der lokalen Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) für Automatisierung entstanden - Spin-offs 2nd level sozusagen. Erstaunlicherweise stehen nicht etwa Produktionsprozesse der regionalen Hauptbranchen (Holz, Lebensmittel oder Metallbearbeitung) im Interesse dieser Automatisierungsbetriebe, sondern recht "exotische" Unternehmensgegenstände. Ihre Kernkompetenz sind beispielsweise Werkzeugwechsel in der Gesenkschmiedebranche, Fräsprozesse und Tiefziehprozesse in der Kunststoffindustrie, Füllmaschinen in der Verpackungsindustrie, opto-elektronische Qualitätsprüfungen in der Alu-Druckgussbranche.

Dies zeigt das hohe Verständnis für Produktionsprozesse sowie DAS TECHNISCHE KNOW-HOW in der Problemlösung durch die Kombination von Mechanik, Sensorik und IT. Automation der Fertigungsprozesse hat es seit Jahrzehnten gegeben. Neu ist in der sog. INDUSTRIE 4.0 oder IOT, dass die Steuerung der Maschinen lernfähig ist und die Produkte über eingebaute Sensorik die sie bearbeitenden Maschinen steuern und dirigieren. Neu ist auch, dass die Maschinen sich selbst kontrollieren und ihren Zustand über eingebaute Benchmarks überwachen. Im Bereich Digitalisierung der Produktion schafft OSTTIROL somit - gepaart mit 3 D Druck als Grundlage digitaler Manufakturen - einen KNOW-HOW-CLUSTER IN EINZIGARTIGER KONZENTRATION. Micado, Autforce, Berger Metallbau, Metallbau Trost sind nur einige Betriebe, die in der Umsetzung von Industrie 4.0 engagiert sind. Dabei profitieren diese Betriebe vom Fachpersonal, das die nunmehr seit 25 Jahren bestehende HTL und die seit einem Jahr bestehende Universität - eine Außgenstelle der Leopold Franzens Universität Innsbruck und der UMIT Hall - ausbilden. Anders als in anderen Alpenregionen ist OSTTIROL nicht ausschließlich vom Tourismus abhängig oder von alten, analogen Industrien, sondern SETZT AUF INNOVATIVE, ZUKUNFTSORIENTIERTE, WISSENSBASIERTE GESCHÄFTSFELDER.

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